<

                                                           
 
 
 
                                                                   
 
 
                                                                           

Schuld

Sie ist allein.
Niemand ist bei ihr,
dessen Nähe sie spüren kann.
Sie ist so allein.
Man hat sich abgewendet von ihr.
Niemand interessiert sich für sie.
Sie fühlt sich wertlos.
Niemand will sich mit ihr abgeben.
Sie weint.
Sie ist so verzweifelt.
Man hat sie verlassen.
Sie ist allein auf dieser Welt.
Sie ist so unendlich traurig und verzweifelt.
Sie sieht das Messer.
Sie ritzt sich tief ins Fleisch.
Ströme von Blut rinnen über ihre Arme.
Ströme der Wärme.
Sie fühlt sich gut an.
Jemand ist bei ihr.
Wer, das interressiert sie nicht.
Sie wiegt sich in den Strömen des Blutes.
Sie spürt den Schmerz.
Er tut so gut.
Sie hat ihn verdient,
er ist für sie da.
Rote Tränen mischen sich mit ihren Tränen.
Rote, salzige Tränen.
Sie weiß was,
was sie getan hat.
Sie weint.
Sie ist allein.
Ihre Arme sind gezeichnet mit Schnitten.
Sie hat es wieder getan.
Nun sieht sie das Messer.
Dort liegt es.
Sie ist schuldig.
Niemand, der sie in die Arme nimmt.
Sie macht alles falsch.
Der Schmerz,
der Feind,
nur für eine kurze Erlösung.
Eine Droge.
Sucht.
Sie ist allein,
allein mit roten Tränen,
allein mit Flecken auf dem Boden,
und niemand da, der sie erlöst.
Ich habe ausgedient.

 

Wärmendes Blut

ich will es wissen
dass ich lebe
ich kann es nicht lassen
dich zu sehen
mein blut
dich zu sehen
dich zu fühlen
dich fliessen zu sehen
und zu fühlen
du bist die regentropfen
in der wüsste meiner seele
wo du fliesst ist Leben
ich will dich riechen
ich will dich schmecken
wie eisen schmeckst du
wie diese klinge die dich befreit
mein blut
mein leben,
mein alles was greifbar ist
wenn ich nichts zum greifen habe
meine sicherheit zum anfassen
meine kuschelige wärme
wenn es in mir so kalt ist
so kalt wie der tod
wärme mich
mit deinem rot
mein blut

 

Angst und Hoffnung überspülen mich.
Angst vor dir,
Angst vor mir.
Was werde ich tun?
Was werde ich sagen?

Viel Zeit ist vergangen,
Zeit des Einsamseins,
Zeit des Schmweigens.

Dort vor mir,
auf dem Tisch,
die Klinge.

Klinge der Hoffnung,
Klinge der Angst.
Schnell könnte es gehen.
Schnell könnte ich sterben.

Doch was würdest du sagen?

Unausgesprochene Fragen,
werden nie beantwortet..

 

 

Die Rache ist MEIN...

Im Reich der Hölle möcht ich weilen
Im tiefsten dunklen Höllental
Mein Herz liegt da, in tausend Teilen
Leid des Lebens, Lieb‘ ist Qual.
Du brachst mein Herz
und warfst es fort;
Ich leide den Schmerz
Auch noch an diesem Ort.
Zu richten und zu walten,
das Leben auszuschalten
Ist, was mein Herz gedenkt
Wohin der Hass, der Schmerz mich lenkt
Ich folg‘ ihm in sein Dunkles Reich,
ewig, düster, gleich in gleich,
Auf das Finst’re Schatten mich umhüllen
Mit sanftem Vergessen mein Herz mir füllen.
Mein Tod, ersehnt, erlöste mich
Grausam, wenn ich ewig denk an dich!
Ich will vergessen,
was ich nie gewußt;
ich will nur noch hassen
Tief, herzlich, voll Lust!
Dein Tod wird dann mein Leben sein!
Denn die Rache, die ist MEIN....!


Vom Hass zernagt,
von Sehnsucht zerfressen
von Furcht geplagt
vom Glück vergessen.

 

 

Ich ertrinke in meinem Fluss
dem Fluss aus Tränen
und Blut
Er entspringt in meinem Herzen
und endet
in meiner Seele
Gedanken
können schwimmen
retten sich an einem Ring
der Ring
aus Erinnerung
Angst und Trauer
Hilflosigkeit und Schuld
-sie bilden ihn
Und so bleib ich am Leben
durch das was mich
tötet

Gefangen im eigenen Körper
trommelt die Seele gegen die Hülle
Eisernes Gefängnis
aus Fleisch und Blut
Lässt dich niemals frei
solange du lebst
wird die Seele
blutige Tränen weinen.
Un immer wieder wird sie von neuem
verletzt.
Fliehen kann sie nicht
nur der Tod erlöst
befreit sie
Als Sklave des Körpers
verlässt sie die Erde
um Wärme zu finden
um Geborgenheit zu spüren
Die Geborgenheit
die sie wegen dem Körper
nie spürte.

Es macht mir Spass
dich anzubrüllen
damit du mich danach
schlägst
mich beschimpfst
und mir sagst
das ich Schuld bin
es macht mir Spass
bestraft zu werden
und tust du es nicht
so werde ich mich selbst
bestrafen
denn ich bin
Schuld


 

willst doch
schreiben
willst doch
was tun
willst doch
was wünschen
willst doch
was sein
aber alles aufgebraucht
da ist kein
dritter mehr
da ist nur
sackgasse
was dachtest du?
willst doch
lachen
willst doch nur
leben
aber leben
leben ist schon zuviel

 

 

ihr lacht
ich weine
ihr lauft
ich stehe
ihr liebt
ich hasse
ihr singt
ich schweige
ihr blüht
ich verdorre
ihr lebt
ich sterbe
wünschte
ich wäre
nicht
ich
wünschte
ich wäre
ihr

 


 

es ist wärme
die ich suche
es ist lächeln
das ich verlernt habe
es ist umarmung
die ich vermisse
es ist sonne
die fortging
es ist himmel
der sich verdunkelt
es ist leben
das ich verliere
es ist kälte
in der ich forttreibe.

 

in jedem seufzen
jedem lachen
jedem schrei
höre ich dich

an jeder ecke
in jedem café
auf jeder bank
sehe ich dich

jeder lufthauch
atmet dich
jedes geräusch
atmet dich
jeder flecken erde
atmet dich

und es macht mich
wahnsinnig
es zerreisst mich
es bringt
mich
um

weil du fort bist
und bleibst
und immer warst

 

                                              
 
 
 
                                                                         
 
                                    
 

vorbei
kalt
allein
trost perlt an mir
ab
für ein weilchen
sieh
ich falle in´s bodenlose
sieh mir zu
hole mich hier
heraus
irgendwo
in meinem kopf
bist du
anders
besser
warm
liebevoll
komm zu mir
hilf mir
befreie mich
und zieh
die stacheln aus meinem fleisch
nichts
bedeutet etwas
hilf mir
komm heraus
du bist dort
ich kann dich fühlen
manchmal
denn ich bin
trostlos
kalt
allein.

 

 

ich flechte mir das haar
ich möchte mich d´ran
erhängen
zerschlage mein geschirr
ich möchte mich
aufschlitzen
fülle meine abgründe
damit ich
ertrinke
schnüre mir die luft
ab
und jage mir
blei durch den kopf
denn gerade
habe ich die einzige
weiße blume zertreten
die noch
zu finden war
jetzt ist sie zerknickt
gebrochen
und mit ihr
will ich untergeh´n.

 

 

Blut

Freigelassen durch die Klinge
du hast lang genug gewartet.
Gehst hinab den Arm,
zu meiner Hand,
hinterlässt eine Spur voll Leben.

Du bist so schön,
Träne aus Blut.
Zeig mir,
dass ich lebe.
Lass mich deine Wärme spüren,
gib mir Hoffnung.

Doch irgendwann vergehst auch du,
Spiegel des Lebens.
Trocknest aus,
lässt mich allein.
Erst dann sehe ich, was ich getan habe,
sehe das trockene Blut auf meiner Haut.
Sehe die Schnitte,
tief und rot.
Leblos, einsam,
so wie ich.

 

 

Der Todesengel

ich liege im Bett und denke an dich
als ich erkenn ein verschwommes Gesicht.

Es ist ein Engel, er nimmt mich in den Arm,
ich will von ihm wissen, wo er herkam.
Ich frage ihn ob er mir von dir erzählt,
damit mich dieser Traum wenigstens diese Nacht nicht quält.


Der Engel antwortet mir nicht,
ich seh ihm tief ins Gesicht.
Ich seh ihn ihm deine Augen,
ich kann es kaum galuben.

Wollte dich doch nur noch einmal sehen,
jetzt steht hier der Engelder wohl bald wieder geht.

Über meine Wange rollt eine Träne,
er sieht wie sehr ich mich nach dir sehen.
Der Engel lächelt,
und sagt ich bin gekommen weil ich sehe das du jeden Tag mehr leidest,
ich möchte das du dich jetzt entscheidest.

Willst du zu ihm, dann gib mir deine Hand,
möchtest du in Erinnerungen leben,
so sollst du mir deine Hand nicht geben!

ich sehe ihn an, mit großen Augen,
er sagt ich weiß es klingt hart aber ich kann dir dein leben rauben.
Auch er vermisst dich,
deswegen schickte er mich.

Nun gib mir deine Hand, dann hat die Qual ein Ende,
Reich mir nun deine Hände.

Ich gab ihm meine Hände, und fragt ihn bist du einer von Gottes Boten?
Er sah mich an uns sagte nein ich bin der Engel der Toten.

Er nahm mich an der Hand
und sagte keine Angst jetzt fliegen wir in das himmlisch weite Land.

 

 

 

Erleichterung

Man kennt mich
Lächelnd.
Zieh mich manchmal
Für kurze Zeit zurück
Wenn ich es nicht mehr aushalte.
Das Lächeln
Verschwindet.
Schmerz und Angst
Stehen in meinen Augen.
Muss nach Luft schnappen
Mir wird schwindelig
Ich beginne zu zittern
Wo ist die Klinge?
Nervös suchend.
Endlich.
Spüre das kalte Eisen
Auf meiner Haut.
Warmes Blut
Zieht seine Bahnen.
Eilig abgewischt
Schnell ein Pflaster darüber
Die Jacke angezogen
Gehe ich zurück.
Lächelnd.

 

Geschnitten
Wieder
Rote Tränen
Der Gleichgültigkeit
Ihr zu entrinnen
Wenigstens
Für einen Moment
Etwas zu spüren
Der Wut auf mich selbst
Freien Lauf zu lassen
Der Angst wie lange
Dieses Leben, dieses Leiden
Noch Bestand hat
Des Schmerzes
Der mich innerlich zerfrisst
Durch den körperlichen zu verdrängen.
Erneute Schuldgefühle
Erneuter Hass
Auf mich
Wieder
Geschnitten
Rote Tränen...

 

Wenn die Seele schreit
und es ist soweit,
dass du nicht mehr kannst.
Dann siehst du es,
nimmst es in die Hand,
und weißt: nachher geht es dir besser...
Die Ohnmacht der Seele ist wieder hergestellt !
Du siehst es an,
beobachtest deine Bewegungen,
die dir einen momentlang unendliche
Erfüllung bedeuten.
Du spürst den Schmerz,
den es verursacht, und merkst,
wie Erleichterung deinen Körper durchfließt,
denn endlich, endlich
gibt es einen größeren Schmerz
als den deiner in Scherben liegenden Seele.
Deine Seele verstummt,
Blut fließt.
Das Messer in deiner Hand.

 

 

Fängst du an zu weinen
Kommt ein Sturm herauf
Musst du einmal schreien
Wacht ein Kindlein auf

Willst du alles hassen
Gehen Blumen ein
Fühlst du dich betrogen
Werden Herzen Stein

Wenn Du nimmst die Klinge
Sterben Engel bald
Trauert deine Seele
Wirds auf Erden kalt

Springst du in den Abgrund
Schlägt es Feuerwände
Bist du manchmal ängstlich
Werden schwarz die Hände

Zeigst du deine Krallen
Geht die Sonne unter
Möchtest du allein sein
Fällt der Himmel runter

Ist dir nicht nach Lachen
Werden Helden sterben
Sind deine Augen zornig
Wirds Paradies verderben

Die Welt wird dich nicht mögen
Wenn du traurig bist
Dann wirst du zwanghaft fröhlich
Bis du dich vermisst

 

Ein kleines Gefühl

Ich starre die Decke an,
und merke,
dass ich sie nicht mit meinen Augen erblicke!

Mein Feind schlägt mir ins Gesicht,
uns ich spüre keinen Schmerz!

Mein Liebster küsst mich,
und ich merke,
dass er meine Lippen nicht trifft!

Ich höre meine Eltern streiten,
und nehme die Geräusche nicht mit meinen Ohren wahr!

Ich sehe,
wie die Flamme einer Kerze erlischt,
und weiss endlich,
dass mich mein Körper verliess!

 

 

 

 

Video code provided by MusicVideoCodes.com

Evanescens - My Immortal

Für den Inhalt dieser Webseite ist ausschließlich der Autor verantwortlich.